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Interview
Man muß bereit sein, die Wahrheit zu sagen
Zur Wiederherstellung einer christlichen Zivilisation

Man muß bereit sein, die Wahrheit zu sagen

Der italienische Kulturminister ROCCO BUTTIGLIONE, der auf eine Posten als Justizminister der EU-Kommission auf Grund seiner Überzeugung verzichten musste, will daß Christen mutiger in der Öffentlichkeit auftreten und tatkräftig an der Gestaltung Europas mitwirken.Vom Einsatz der Christen hänge die Zukunft Europas ab:„Man muß sich entscheiden für ein langweiliges oder ein spannendes Leben.“


Welche Zukunft hat ein Europa, das die christlichen Werte nicht achtet?

BUTTIGLIONE: Es ist meine feste Überzeugung, daß die christlichen Werte in den Mittelpunkt Europas gehören.
        Wenn sich viele Menschen gegen diese Werte wenden, liegt der Grund in der Tatsache, das diese auch in ihren Herzen tief verwurzelt sind. Europa ist momentan neurotisch. Ein Neurotiker ist keiner, der keine Familie, keinen Vater, keine Mutter hat, sondern einer, der sich mit der eigenen Erinnerung, dem eigenen Gedächtnis, der eigenen Geschichte gestritten hat. Werte stehen im Mittelpunkt dieses Streites.
        Wenn Europa nicht zu sich selbst zurückfindet, dann geht es verloren. Es gibt kein anderes Europa. Es gibt einige, die behaupten, daß ein Europa ohne christliche Werte zu begründen und ein europäisches Projekt ohne christliche Werte zu verwirklichen sei. Diese Nihilisten haben das europäische Projekt in ihre Hände genommen und plötzlich geht dieses Projekt in den letzten Jahren zu Grunde. Mit welche Ergebnis? Das Ergebnis ist, daß das französische und niederländische Volk diesem Europa „Nein“ gesagt haben.
        Wir brauchen einen neuen Anfang. Dieser neue Anfang kann nur eine Rückkehr zu den echten Wurzeln, den christlichen Werten sein.


Wie kann man der Intoleranz jener begegnen, die meinen tolerant zu sein? Welche Schlüsse haben sie aus den Erfahrungen der Kampagne gegen Sie vor einem Jahr gezogen?

BUTTIGLIONE: Man muß feststellen: die Wahrheit zu sagen ist heute ein Luxus. Auch ein Gewissen zu haben ist heute ein Luxus und man muß bereit sein, dafür zu bezahlen. Aber gab es eine Zeit in der Christen nicht verfolgt wurden? Nein. Es war immer schwer, ein Christ zu sein. In der Vergangenheit gab es auch schon Diskriminierungen. War die Situation in den 30er Jahren besser?
        Ich bin Opfer einer Diskriminierung gewesen. Sind diese heute einzelne Akte und stellen sie eine neue Regel dar? Das ist im Moment unklar. Es braucht ein klares Bekenntnis und klare Bekundungen von Christen. Wir müssen uns auch solidarisch all jenen gegenüber verhalten, die diskriminiert werden.
        Manche behaupten, daß ich sehr isoliert war. Ich war sehr über die vielen Solidaritätsbekundungen überrascht. Aus der Tiefe meines Herzens bin ich dafür dankbar.
        Ich glaube, daß im Kampf um die Freiheit und die christlichen Werte mein Fall eher ein Sieg als eine Niederlage war. Heute sind wir vielleicht schlagkräftiger und kampfbereiter.


Woraus schöpfen sie Kraft für ihren politischen Einsatz? Wer ist ihr Vorbild? Haben Sie einen Märtyrer als Vorbild?

BUTTIGLIONE: Ich bin kein Märtyrer. Ein Märtyrer hat seinen Kopf, sein eigenes Leben für die Wahrheit geopfert. Ich habe nur auf einen Sitz in der EU-Kommission in Brüssel verzichtet.
        Haben Sie gesehen wie viele Menschen zum Begräbnis der Heiligen Vaters nach Rom gekommen sind? Diese Menschen sind gekommen, weil sie das Gefühl hatten, daß er sie geliebt hat. Sie haben erkannt, daß er bereit war, das eigene Leben für sie aufzuopfern. Wenn man einem solchen Menschen begegnet, muß man sich die Frage stellen. Woher kommt diese Liebe? Er ist nicht mein Geliebter, mein Vater oder Sohn? Diese Liebe hat einen übernatürlichen Ursprung. Ich schöpfe Kraft aus meinen Freundschaften, wie z.B. zu Papst Johannes Paul II..
Das Buch des Adels



Das Buch „Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten“ enthältkommentierte dieAnsprachen des Papstes Papst Pius XII. und erläutert ihre Unvergänglichkeit.Der christliche Adel ist dazu berufen, in der Welt die Werte des Christentums zu verteidigen und für den Aufbau einer christlichen Welt zu arbeiten. Es ist auch ein Schatz von Argumenten gegen den gleichmacherischen Zeitgeist. (Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum TFP)
Revolution und Gegenrevolution

Revolution und Gegenrevolution

Ein historischer Prozeß zerstörte die Einheit der Christenheit durch den Protestantismus, die Französische Revolution und den Kommunismus. Dieses Verfahren schreitet heute noch durch die Kulturelle Revolution voran. Das Werk von Prof. Plinio Corrêa de Oliveira zeigt die Ursachen und die Rolle jedes Einzelnen in diesem Prozeß auf.
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