Am 21. November 2009 warnte Papst Benedikt XVI. bei seiner Begegnung mit Künstlern vor den zutiefst negativen Folgen einer künstlerischen Aktivität, wenn sie „die Gestalt des Obszönen, des Grenzüberschreitenden und der Provokation um ihrer selbst willen annimmt“.
Die Philosophie der Toleranz, das Verständnis für die anderen, die Political correctness verbietet es, in einem Theaterstück eine Menorah, einen Koran und gar das Gesicht eines Rabbiners oder Mohammeds mit Fäkalien zu beschmieren. Denn zurecht würde ein solches Verhalten als „Aufwiegelung zum Haß“ betrachtet. Deshalb fragt Tosetti: „Warum ist im so laizistischen, sogenannten toleranten und fortschrittlichen Frankreich ein so brutaler „hate speech“ gegen die Christen möglich? Warum dürfen sie im Unterschied zu allen anderen Bürgern ungestraft beleidigt werden?“
Die Antwort“ so Tosetti“, „ist klar und einfach“. Der Erzbischof von New York, Dolan, von dem die französischen Bischöfe vielleicht etwas lernen könnten, habe sie gegeben: „Die Christen und die Katholiken im besonderen, sind inzwischen in der westlichen Welt ‚fair game‘, Freiwild. Und im laizistischen Frankreich ist die Freiheit etwas Heiliges. Fast für alle. Für die Christen allerdings gilt die Gleichheit und die Brüderlichkeit etwas weniger.“ (Text aus: Vatican Insider/Giuseppe Nardi)
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